Mitch Griffiths (UK): Realisms

Aktuell ist in der Eremitage in St. Petersburg die Ausstellung „Realisms“ zu sehen. Die Ausstellung zeigt Werke drei zeitgenössischer Künstler: Mitch Griffiths (UK), Tony Matelli (USA) und Jim Shaw (USA). Vor allem auffällig sind die fotorealistischen Bilder von Mitch Griffiths, die an klassische Altarbilder erinnern und Themen wie Körperkult, Massenkonsum und Celebrity-Kultur behandeln.

Mitch Griffiths 21st Century Boy
21st Century Boy, 2006
Mitch Griffiths, The Temple of Skin and Bone
The Temple of Skin and Bone, 2006
Drone
Drone, 2015
Mitch Griffiths
They love my, they love me not, 2013

Mitch Griffiths

Michail Bulgakow: Nr. 50

Michail Bulgakow

„Moskau ist sicher kein Berlin. Aber sobald du eineinhalb Jahre im Korridor der Nummer 50 gelebt hast, kann dich nichts mehr überraschen.“ (Michail Bulgakow, 1923)

Die Wohnung Nr. 50 im Haus in der Bolschaja Sadowaja Straße direkt im Zentrum Moskaus gehört zu den Pflichtorten für alle Bulgakow-Fans. In den 20er Jahren war hier laut Bulgakows berühmten Roman „Meister und Margarita” das Hauptquartier des Teufels Woland und seiner Begleitung. Heute ist es längst zu einer Pilgerstätte geworden.

Billy Childish: The House At Grass Valley

House At Grass Valley

Am Wochenende war ich nach langer Zeit mal wieder auf einen Besuch in London. Das Timing war gut gewählt, denn – schöner Zufall – aktuell ist eine Ausstellung von Billy Childish in der Carl Freedman Gallery in East London zu sehen. The House At Grass Valley zeigt vom 7. April bis zum 14. Mai Arbeiten von Childish aus den Jahren 2015 und 2016. Man sollte sich beeilen mit dem Besuch, erst recht wenn es darum gehen sollte, eines seiner Bilder für die eigenen vier Wände anzuschaffen. Die aktuelle Ausstellung in London sowie frühere Shows in Berlin oder auf der Art Basel zeigen: Childish ist mittlerweile im Kunstmarkt angekommen.

Die Frage ‚Art or Arse? (you be the judge)‘, die Billy Childish zusammen mit der Künstlergruppe The Stuckists noch Anfang des Jahrtausends stellte, war im Kern gegen einen elitären und aufgeblasenen Kunstmarkt und seine berühmtesten Vertreter wie z.B. Damien Hirst gerichtet. Gleichzeitig war sie ein trotziger Arschtritt in Richtung der damaligen Young British Artists, die von den Medien und Galerien gefeiert wurden und vermeintlich nur auf Markt- und kommerzielle Verwertbarkeit zielten, anstatt sich auch um die sozialen Bedingungen zu kümmern, unter denen Kunst überhaupt erst entstehen kann.

fallen birch tree

Heute, nach einer fast 40-jährigen Karriere als Musiker, Produzent, Maler und Poet bleibt Billy Childish die vielleicht letzte große Konstante der britischen Gegenkultur. Als Musiker ist er Legende und Inspiration für Nachgeborene, der größte aller Nostalgiker, der Hoflieferant des feinsten englischen Punkrocks, wahrer Knight of Trash, Earl of Suave und ewiger Musician of the Britisch Empire – bis heute hat er mehr als 150 Alben veröffentlicht, aber wer weiß das schon genau.

Art or Arse? Es wäre kaum gerecht, dem alten Exzentriker daraus heute einen Strick zu drehen. Warum auch, im Manifest der Stuckisten wurde klar formuliert, dass der Stuckismus all jenes, das er anprangert, zugleich begrüßt – solange es der künstlerischen Wahrheitsfindung dient. Wie weit Billy Childish bei dieser Suche bislang gekommen ist, das zeigt nun also die zweite Solo-Ausstellung in der Carl Freedman Gallery.

in astrakhan hat

Einige der größeren Bilder liegen laut Preisliste bei bis zu 32.000 Britische Pfund, was, so die Galeristin, die Bedeutung des Künstlers im heutigen Marktumfeld angemessen abbilde. Und damit wären wir also wieder beim Kunstmarkt und seinen rätselhaften Gesetzen, denen sich selbst ein alter Punkrocker und Stuckist wie Billy Childish nicht gänzlich entziehen kann.

Die Geschichte des Rock in 15 Minuten

„348 Rockstars, 84 Gitarristen, 64 Songs, 44 Schlagzeuger, 1 Mashup.“ Oder anders gesagt: Episch!!!

Elvis Presley – Jailhouse Rock
The Yardbirds – For your Love
The Rolling Stones – Honky Tonk Women
The Rolling Stones – (I Can’t Get No) Satisfaction
Cream – Sunshine of your Love
Led Zeppelin – Whole Lotta Love
Led Zeppelin – Good Times, Bad Times
Led Zeppelin – Immigrant Song
Jimi Hendrix – Hey Joe
Jimi Hendrix – Purple Haze
Fleetwood Mac – Oh Well (Part 1)
The Kinks – You Really Got Me
The Doors – Riders on the Storm
Queen – Don’t Stop Me
Queen – Radio Ga Ga
Queen – Another One Bites the Dust
Queen – A Kind of Magic
The Beatles – Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band
The Who – Baba O’Riley
The Who – Eminence Front
Black Sabbath – Iron Man
Black Sabbath – War Pigs
Deep Purple – Woman From Tokyo
Deep Purple – Smoke on the Water
Deep Purple – Living Wreck
The Eagles – Life in the Fast Lane
Aerosmith – Walk this Way
Aerosmith – Dude Looks Like a Lady
Alice Cooper – I’m Eighteen
The Clash – Train in Vain (Stand by Me)
The Police – Roxanne
Journey – Don’t Stop Believin’
Dire Straits – Sultans of Swing
Duran Duran – Girls on Film
Duran Duran – Wild Boys
Pink Floyd – Another Brick in the Wall
David Bowie – Let’s Dance
David Bowie & Queen – Under Pressure
Iron Maiden – Run to the Hills
Def Leppard – Pour Some Sugar on Me
Guns N’ Roses – Mr Brownstone
Guns N’ Roses – Sweet Child O’ Mine
AC/DC – Back in Black
Rage Against the Machine – Bombtrack
Rage Against the Machine – Guerrilla Radio
Rage Against the Machine – Killing in the Name
Metallica – Enter Sandman
Nirvana – Smells Like Teen Spirit
Nirvana – Heart Shaped Box
Oasis – Supersonic
Oasis – Live Forever
Blur – Song 2
The Verve – Bittersweet Symphony
Radiohead – High and Dry
Radiohead – Idioteque
Red Hot Chili Peppers – Can’t Stop
The Killers – All These Things That I’ve Done
Foo Fighters – All My Life
U2 – Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me
Linkin Park – One Step Closer
The White Stripes – Seven Nation Army
The Strokes – 12 51
Gorillaz – Clint Eastwood
Kings of Leon – Sex on Fire