Lemmy Kilmister (1945-2015): Killed By Death

Lemmy Kilmister

Mitten hinein in die stille Zeit zwischen den Jahren, platzte die Nachricht vom Tod Lemmy Kilmisters wie eine verirrte Gefechtsgranate. Lemmy, lebende Legende des Rock’n’Roll, galt ja eigentlich immer als unverwüstlich und nahezu unkaputtbar. Selbst ein Herzschrittmacher konnte ihn zuletzt nicht davon abhalten weiter Alben aufzunehmen und auf Tour zu gehen. Aufstehen! Weitermachen! Was auch sonst. Niemand lebte den Ethos des hart arbeitenden Rock’n’Rollers so wie er.

Lemmy: Ich bin toxisch. Seit Jahrzehnten. Wer mein Blut bekommt, fällt um. Ich bin nicht stolz drauf. Aber ich bereu’s auch nicht.

SZ: Keine Angst, selber tot umzufallen?

Ich fall‘ nicht um. Ich verpuffe. (…)

Wie lange geht das noch?

Was?

Das mit Motörhead!

Bis zum Ende … Bis zur Verpuffung.

Angst vor der Verpuffung?

Nein. Absolut nicht. Man muss die Welt aushalten. Spaß haben. Nett sein zu den Frauen. Arschlöchern sagen, dass sie sich verpissen sollen. Oder? So geht’s. Dann: Booooof! Und weg bin ich. Das ist meine Moral. Haben wir über Moral geredet?

Und so wie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung von 2008 von ihm beschrieben, ist es jetzt also gekommen. Nur wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag verstarb Lemmy Kilmister am 28. Dezember in seiner Wahlheimat Los Angeles.

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